| HanhArt-Kunstprojekt, Hauptstraße 31 | ||
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Nähere Informationen zu Kursen/Veranstaltungen oder Anmeldungen im HanhArt-Kunstprojekt bei Margot und Claus-Volker Müller, Tel: 07723 - 2699 |
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| Dorf- und Uhrenmuseum im alten Schulhaus, Kirchstraße 41 | ||
| Öffnungszeiten: vom 15. Juni bis 30. September jeweils | ||
| samstags von | 11.00 - 13.00 Uhr | |
| mittwochs von | 14.00 - 17.00 Uhr | |
| Sägemühle im Hintertal | ||
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Für Gruppen besteht die Möglichkeit auf Anfrage Mühlenvorführungen zu erhalten. Anmeldung beim Tourist - Info Gütenbach, Tel. 07723 - 9306-11 oder bei Herrn Lorenz Wiehl, Schulstraße. 27, Tel. 07723 - 4084 |
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| Balzer Herrgott | ||
| Naturdenkmal - Wanderziel | ||
| Musterraum Fa. Faller, Kreuzstraße 9 | ||
| Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet | ||
| mittwochs von | 13.15 Uhr bis 17.00 Uhr | |
| samstags von | 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr | |
"Leben - wohnen - arbeiten in der vorindustriellen Zeit" ist das
Leitmotiv für die Ausgestaltung des Hauptteils des Gütenbacher
Dorf- und Uhrenmuseums. Die einfach eingerichtete Schlafkammer, die vortrefflich
nachgestaltete "Rauchkuchi" und die gemütliche Schwarzwälder
Wohnstube mit dem Kachelofen und der original eingerichteten Uhrmacherwerkstatt
vermitteln ein lebendiges Bild von der Lebenswelt der "Wälder"
in früherer Zeit.
In verschiedenen Räumen sind Bilddokumente und Gegenstände aus der Gütenbacher Ortsgeschichte ausgestellt. Sorgfältig restaurierte Großuhrwerke vermitteln einen Einblick in die Mechanik der Zeitmessung. Die Turmuhr der alten Gütenbacher Dorfkirche, ein Werk des Gütenbacher Philipp Furtwängler, mahnt die Besucher mit schwerfälligem Pendelgang an die Vergänglichkeit der Zeit.
Ein Stück Schwarzwälder Wirtschaftsgeschichte wird in einer reichhaltigen Bilder- und Uhrensammlung dokumentiert. Die Entwicklung der Schwarzwälder Uhrmacherei ist eng verbunden mit der Gütenbacher Ortsgeschichte. Eine ausgewählte Sammlung alter Gütenbacher Uhren verschiedener Stilrichtungen bestätigen die Tatsache, daß sich in Gütenbach über 200 Jahre fast alles "um die Uhr" drehte.
Öffnungszeiten:
vom 15. Juni bis 30. September
mittwochs von 14.00 bis 17.00 Uhr
samstags von 11.00 bis 13.00 Uhr
Führungen für Gruppen sind auch außerhalb der genannten Öffnungszeiten möglich. Hierfür ist Ihre Anmeldung erforderlich unter den Telefonnummern (07723) 3356 oder 930611.
Eintrittspreise:
Einzelpersonen 2,50 Euro
bei Gruppen ab 8 Personen 2,00 Euro/Person
Weitere Informationen zu unserem Dorfmuseum finden Sie unter www.dorfmuseum-guetenbach.de.
In Gütenbach im Hintertal, am Eingang zum Hübschental liegt die
Mühle des Bühlhofes, im Volksmund nur Sägemühle genannt.
Dieser für eine Mahlmühle etwas irreführende Name ist von
einer sicher schon 1680 an dieser Stelle erbauten Klopfsäge abgeleitet.
Die Sägemühle wird erstmals 1855 urkundlich erwähnt. Mit dem
Verkauf des Bühlhofes im Jahre 1889 an die Großherzogliche
Domäne wurde auch die zum Hof gehörende Säge- und Mahlmühle
verkauft. Dies ist der erste urkundliche Hinweis auf die Mahlmühle.
Wahrscheinlich wurde diese Säge- und Mahlmühle bald nach dem
Verkauf abgerissen. Laut Feuerversicherungsbuch von 1901 war sie nicht mehr
vorhanden.
Um 1920 bekam der Bühlhof einen neuen Pächter. Für diesen war eine eigene Mühle offensichtlich eine Notwendigkeit. So kaufte er 1927 die Mühle des Pfeiffenhansenhofes aus dem Vorderen Schützenbach in Furtwangen. Die Mühle wurde abgetragen und an ihrem jetzigen Standort wieder erstellt. Einer Inschrift auf einem Balken des Mühlenbiets war zu entnehmen, daß die Mühle um 1780 erbaut wurde. Bis nach dem zweiten Weltkrieg war die Mühle noch in Betrieb, dann stand das Mühlrad still.
Die Zeit hinterließ an dem Gebäude ihre unübersehbaren Spuren. Einige Jahre nutzte der Akkordeonspielring die Mühle als Bar bei seinen Waldfesten. Dem Verein ist es zu verdanken, daß das Gebäude nicht weiter dem Zerfall preisgegeben war. Der Verein deckte das Dach neu ein und sicherte das Gebäude so gut es eben ging.
1985 wurde die Mühle als erhaltenswertes Kulturdenkmal eingestuft. 1989 schlossen sich der Heimat- und Geschichtsverein und die Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen. Bei einer Projektsumme von 118.000 DM eine notwendige und fruchtbare Entscheidung. Die beiden Vereine kauften die Mühle. Durch Zuschüsse des Landesdenkmalamtes, der Denkmalstiftung Baden-Württemberg, der Gemeinde Gütenbach, des Schwarzwald-Baar-Kreises und des Schwarzwaldvereins in Freiburg sowie durch Spendenaktionen und Veranstaltungen konnte die Finanzierung zu 80% gesichert werden. Der Rest wurde durch Eigenleistungen erbracht. So begannen am 15. Juni 1991 die Arbeiten zur Restaurierung der Mühle. Nach rund 1.200 erbrachten Arbeitsstunden der freiwilligen Helfer war die Mühle im Juli 1992 wieder funktionstüchtig. Am 1. August 1992 wurde die Mühle unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wieder in Betrieb genommen.
Viele Sagen und Geschichten ranken sich um den Balzer Herrgott. Seine
Entstehung ist voller Rätsel und Widersprüche, die wohl kaum ganz
gelöst werden können. Die alten Leute, die seine Geschichte
kannten oder mehr von ihr wußten als wir Heutigen, sind gestorben.
Da für sie die Entstehung fast selbstverständlich war, schenkten
sie dem in den Baum eingewachsenen Herrgott keine besondere Bedeutung.
Schon die Herkunft des aus hell gelblich-ockerfarbenem Sandstein geschaffenen Christuskörpers gibt Stoff zum Erzählen. Hugenotten hätten ihn auf der Flucht aus Frankreich an dem steilen Hang liegengelassen, sagen die einen. Nein, sagen andere, es seien Royalisten gewesen, die während der französischen Revolution aus Frankreich geflohen seien. Eine Bäuerein erzählt, er sei von einem Kloster während der Kriegszeiten hergebracht worden, um ihn vor der Zerstörung zu schützen. Irgendwo ist zu lesen, daß er um 1800 herum aufgrund eines Gelübdes von einem Bauern namens Balzer aus der Glashütte erstellt worden sei. Dieser Bauer sei dann in die "Neue Welt" ausgewandert. Es sei das Hofkreuz vom Winkelhof gewesen, sagt dieser, jener aber behauptet, es sei auf dem Sattelhof gestanden.
Das Kreuz, das den Herrgott trug, sei aus Eisen geschmiedet gewesen wird erzählt. Andere sagen, der Herrgott hing an einem Holzkreuz; wieder andere behaupten, das Kreuz sei wie der Herrgott aus Stein gewesen.
Vom Herrgott wird gesagt, daß er ein spätgotisches Werk sei und früher über der Dornenkrone einen Strahlenkranz aus Blech getragen habe. Die drei kleinen, viereckigen Vertiefungen, die zu beiden Seiten und auf dem Scheitel des Hauptes eingehauen sind, würden darauf hinweisen.
Die Arme und Beine seien von einem Jäger aus Wut über entgangene Beute abgeschossen worden, steht in einem Zeitungsbericht; in einem anderen ist zu lesen, daß das Vieh dem auf dem Boden liegenden Herrgott die Arme und Beine abgetreten habe.
Der Herrgott sei dann an den Stamm der Buche gelehnt worden, dort angewachsen und mit ihm hochgewachsen. Das ist nicht möglich; denn ein Baum wächst am Dolden in die Höhe und am Stamm in die Breite. Der Herrgott war schon immer so hoch am Baum, von der Wurzel gemessen sind es 1,90 bis 2,00 Meter.
Jedes Jahr schob sich die Rinde der Buche ein Stückchen weiter über den steinernen Herrgott. 1986 war sein Verschwinden durch Einwachsen in die Buche absehbar. Es mußte etwas getan werden. Es wurde beschlossen, den Herrgott im begrenzten Rahmen frei zu schneiden. Gegen Ende des Monats November 1986 machte sich der Gütenbacher Holzbildhauer Josef Rombach daran, die Umwallung zu beseitigen. Zwei Baumspezialisten von der Insel Mainau versiegelten das freigelegte Holz gegen Pilze und Feuchtigkeit und schufen eine künstliche Rinde. Die Freilegung war gut gelungen. Im Laufe von neun Jahren ist die Umwallung so gewachsen und hat starken Druck auf den Kopf ausgeübt. Es war zu befürchten, daß der Kopf abgesprengt wird. Im Oktober 1995 wurde eine Rille um die Umwallung geschnitzt, um das Wachstum zu verhindern. Es besteht nun die Hoffnung, daß der Balzer- oder wie ihn die Alten nannten, der Winkelhergott, uns noch lange erhalten bleibt.
Für weitere Informationen steht Ihnen das Verkehrsamt, Hauptstraße 10, 78148 Gütenbach, Tel. (07723) 930611, gerne zur Verfügung.