Stadt Babenhausen

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Aktuelles aus Gütenbach

Projekte der Ortsentwicklung

Neben der Hallensanierung, wie schon berichtet, befasst sich die Gemeinde mit anderen Projekten der Ortsentwicklung um ein in sich schlüssiges Konzept verfolgen zu können. Schon in der Gemeinderatsitzung vom November 2016 stellte die Kommunalentwicklung KE eine vertiefende Studie zur Weiterentwicklung der Gemeinde Gütenbach vor. Kernpunkt jener Studie waren Standortanalysen für das Rathaus und das Feuerwehrhaus. Alle denkbaren Varianten wurden untersucht und Kostenschätzungen aufgestellt. Im Anschluss daran überprüfte die Verwaltung nun die Kosten und arbeitete jeweils die Chancen und Risiken einzelner realistischer Möglichkeiten aus. Zur Diskussion stehen demnach jetzt insbesondere folgende Varianten:
 

  1. Sanierung des King-Kopfbaus zum Rathaus mit Anbau des Feuerwehrgerätehauses
  2. Komplettabriss des King-Areals und Neubau eines Kompaktbaus mit Feuerwehr und Rathaus in einem Gebäude
  3. Sanierung des King-Kopfbaus zum Rathaus und Neubau des Feuerwehrgerätehauses auf dem Festplatz

 
Bei allen drei Varianten ist der Abriss des King-Anbaus mit Beseitigung der dortigen Altlasten berücksichtigt.
Bei den ersten beiden Varianten ergeben sich Synergieeffekte durch die Verbindung von Rathaus und Feuerwehr in einem Gebäudekomplex, beispielsweise bei den Sozialräumen oder auch für einen Besprechungs- und Sitzungsraum. Bei Variante 1, also der Sanierung des King-Kopfbaus zum Rathaus mit Neubau des Feuerwehrgerätehauses an den Kopfbau, würde das Fabrikationsgebäude zurückgebaut und  Altlasten beseitigt. Der Raumbedarf des Rathauses mit ca. 180 m² wird zusammen mit Räumen für die Feuerwehr mit rund 360 m² im Kopfbau realisiert, der übrige Bedarf der Feuerwehr wird durch ein Gerätehaus-Anbau mit rund 300 m² erfüllt. Eine Verlegung des Soccerfeldes wäre nicht notwendig. Auch der Festplatz könnte weiterhin wie bisher als Park- oder Festplatz genutzt werden. So könnten gar zwei wichtige Großprojekte in einem Zug realisiert werden. Die Planungen sind jedoch durch die vorgegebene Gebäudestruktur im King-Kopfbau eingeschränkt, verdeckte Mängel in der Bausubstanz können auftreten und der Bach sollte nicht vollständig durch ein Gebäude überbaut werden, damit noch Parkflächen möglich sind. Die Kosten hierfür wurden mit 3,3 Millionen Euro ermittelt, nach Abzug möglicher Zuschüsse aus dem Sanierungsprogramm lägen sie bei 2,7 Millionen Euro. Mögliche Zuschüsse aus dem Altlastenfond, der Fachförderung für die Feuerwehr und aus dem Ausgleichsstock sind dabei noch nicht berücksichtigt.
 
Als weitere Variante Nummer 2 wurden der Komplettabriss des King-Areals und der Neubau eines Kompaktbaus mit Feuerwehr und Rathaus in einem Gebäude auf dem King-Gelände untersucht. Vorher würde dabei das gesamte King-Gelände quasi „platt gemacht“ und vorhandene Altlasten beseitigt.  Der Raumbedarf des Rathauses mit rund 180 m² würde zusammen mit dem Raumbedarf der Feuerwehr mit rund 660 m² in einem Neubau realisiert. Dabei wäre eine komplett freie Gestaltung des Gebäudes und Geländes nach den Anforderungen der Gemeinde möglich. Auch hier ergäben sich Synergieeffekte durch Kombination von Rathaus und Feuerwehr wie bei der vorherigen Variante dargestellt. Auch hier wäre eine Verlegung des Soccerfeldes nicht notwendig und der Festplatz kann weiterhin wie bisher genutzt werden.
Die geschätzten Kosten dieser Variante liegen bei 2,5 Millionen Euro, nach Abzug von Zuschüssen aus dem Sanierungsprogramm bei rund 2,3 Millionen Euro. Mögliche Zuschüsse aus dem Altlastenfond, der Förderung und für die Feuerwehr und Ausgleichsstock sind noch nicht berücksichtigt. Die Förderung aus dem Sanierungsprogramm fiele bei diesem Komplett-Neubau natürlich geringer aus, da eben keine Gebäude saniert würden, sondern nur ein Industriebau abgerissen. Dennoch stellt diese Variante nach den bisherigen Erhebungen die kostengünstigste dar.
 

Variante Nummer 3 beleuchtet die bisher vom Gemeinderat mehrheitlich mitgetragene Möglichkeit einer Sanierung des King-Kopfbaus zum Rathaus und Neubau des Feuerwehrgerätehauses auf dem Festplatz. Hierbei gäbe es Synergieeffekte durch die Nutzung der Infrastruktur der Feuerwehr bei Festen, die Wärmeversorgung der Festhalle kann für das Feuerwehrgebäude mit genutzt werden, für das zudem bauantragsreife Planunterlagen bereits vorliegen. Allerdings würde eine Verlegung des Soccerfeldes erforderlich und bauplanungsrechtlich muss die Fläche am Festplatz erst noch dem Innenbereich zugeordnet werden. Eventuell muss eine Brücke als zweiter Fluchtweg errichtet werden,  auch wird vom Landratsamt ein Ausgleich für Unterschreitung des Gewässerabstandes gefordert. Die Baukosten für diese Variante dürften bei 4,6 Millionen liegen, nach Abzug von Sanierungszuschüssen bei rund 3,5 Millionen Euro. Auch hier sind mögliche Zuschüsse aus dem Altlastenfond, der Förderung und für die Feuerwehr und Ausgleichsstock sind noch nicht berücksichtigt.

 
Ein Beschluss darüber, wie konkret weiter vorgegangen wird, wurde noch nicht gefasst. Zunächst gilt es aus Sicht der Gemeindeverwaltung abzuwarten, ob und wie die Hallensanierung umgesetzt werden kann oder ob über den Neubau einer Mehrzweckhalle nachgedacht und entschieden werden muss. Da in diesem Falle dann auch die Zukunft des Bauhofs zu klären ist und ein Standort für einen Hallenneubau gefunden werden müsste, ist eine Entscheidung über die weiteren Projekte der Ortsentwicklung nach Auffassung von Bürgermeister Rolf Breisacher augenblicklich nicht das Gebot der Stunde. Die Hallensanierung, oder gar ein Neubau,  wird zudem die Leistungsfähigkeit der Gemeinde so sehr in Anspruch nehmen, dass andere Projekte der Ortsentwicklung nicht parallel umsetzbar sind. Dennoch sollte sich die Gemeinde mittelfristig klar definierte Ziele setzen und das weitere Vorgehen danach ausrichten. Breisacher weist ergänzend darauf hin, dass auch eine  verbindliche Entscheidung über den Abriss des bisherigen Rathauses an der Hauptstraße in diesem Zusammenhang aktuell sicher nicht anstehe. Die Kosten hierfür wurden daher auch nicht zum direkten Vergleich der drei vorgenannten Varianten herangezogen.
 

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Hauptstraße 10
78148 Gütenbach
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