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Aktuelles aus Gütenbach

Mahnfeier auf dem Friedhof - Volktrauertag wird von Musikkapelle und Feuerwehr begleitet

Mahnfeier auf dem Friedhof
 
Volktrauertag wird von Musikkapelle und Feuerwehr begleitet
 
Gütenbach. Unter musikalischer Umrahmung der Musikkapelle Gütenbach,  begleitet von einigen Kammeraden der Feuerwehr, einem Vertreter des DRK sowie einigen Bürgern bestritten Bürgermeisterin Lisa Hengstler und Feuerwehrkommandant Jürgen Schonhardt den diesjährigen Volkstrauertag. Die Kranzniederlegung übernahmen die beiden Bürgermeisterstellvertreter Jörg Markon und Lorenz Wiehl. Die Totenehrung erfolgte standesgemäß vom Feuerwehrkommandanten. Dieser Erinnerte dabei in seiner Ansprache an die die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker sowie Soldaten, die in den Weltkriegen starben. Ebenso auch an alle die Menschen die Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde und die, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren. Bürgermeisterin Lisa Hengstler schloss sich der Totenehrung an und stellte in Ihrer Ansprache Vergleiche zu den aktuellen Geschehnissen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine her. „Spricht man vom Hass und von der Entmenschlichung des Gegners, werden die Parallelen zum heutigen völkerrechtswidrigen Krieg Russlands gegen die Ukraine deutlich. Zum Feind kann aus der Sicht Russlands jeder werden, der gegen den Kreml und gegen die russische Besatzung ist, das heißt, auch ukrainische Juden, die man angeblich von ukrainischen „Nazisten“ befreien will. Für die Menschen in der Ukraine ist es höchst symbolisch, dass es die gleichen Orte sind, die 1941 angegriffen wurden und 2022 erneut angegriffen und bombardiert werden: Kiew, Charkiv, Odessa, Luzk, Zhitomir und Lviv. Die Erinnerungen an den „schrecklichen Krieg“ 1941–1945 werden geweckt und überdeckt von den schrecklichen Geschehnissen der Gegenwart. Die historische Verantwortung Deutschlands besteht darin, nie wieder gleichgültig gegenüber den Opfern von Krieg und Gewalt zu sein. Deshalb soll der Ukraine unsere uneingeschränkte Solidarität gelten.“ Zum Abschluss der Mahnfeier bedankte sich Bürgermeisterin Lisa Hengstler bei allen Anwesenden. Zwar besuchen nur noch wenige Besucher aus der Bürgerschaft die Gedenkfeier, dennoch ist es wichtig die Geschehnisse nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und durch die Anwesenden als Multiplikatoren in unsere Gesellschaft tragen zu lassen.
 
Foto: Lorenz, Wiehl
 

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78148 Gütenbach

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